DIE FLUCHT !!!

Freitag: 09 Mai 2003 Ortszeit: 19:00 ME

Einige Männer vom SSVP bezogen ihr Lager auf dem Parkplatz oberhalb der Burg Schwalbach. Geschützt durch herrlich grüne Wiesen und blühende Bäume versuchten sie, sich so unauffällig wie möglich zu verhalten. Ihren Gesichtern war anzusehen, das dieser Tag nicht einfach war, denn sie waren auf der Flucht. Immer wieder den Blick nach hinten um sicher zu sein, das ihnen niemand folgt- auf der Flucht vor dem Muttertag. Der Geruch von frisch gegrillter Wurst ließ erahnen, daß sie ihren Hunger stillen wollten, um nicht in Ohnmacht zu fallen. Zusätzlich folgten den tapferen Kriegern 17 Siberian Huskies, die ebenso hungrig waren, wie sie selbst. Nachdem die Hunde versorgt waren, zog man sich zum gemeinsamen Essen zurück. Plötzlich tauchte aus dem Unterholz der Dorfhäuptling mit Anhang auf. Misstrauisch beäugte Bürgermeisterin Jana Winter die Situation in Ihrem Revier. Nachdem man ihr und ihrer Sippe Platz am wärmenden Feuer angeboten hatte, erklärte sie, daß sie fürchterlichen Durst hätte. Der Lagerkoch bot ihr eine Flasche Flensburger Bier an, die sie dankend annahm. Nach ca. drei Stunden Aufenthalt und noch einigen Bieren, erklärte sie das Lager offiziell zum SSVP- Sommerlager.

Samstag: 10 Mai 2003 Ortszeit: 07:00 MEZ

Die ersten, die nach dieser erholsamen Nacht wach wurden, waren die Hunde. Sie weckten die Männer durch dieses unnachahmliche Geheul,welches durch Mark und Bein geht. Um nicht doch noch entdeckt zu werden, wurden die Fahrzeuge vorbereitet, um das Lager kurzzeitig zu verlassen. Plötzlich war sie wieder da- die Bürgermeisterin. Mit einer riesigen Tüte frischer Brötchen erzwang sie sich einen der begehrten vorderen Plätze auf dem Wagen. Nun gut, ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss, und so zeigten sie der Lady, welch wundervolle Landschaft sie Ihr eigen nennt. Trotz aller Vorsichtsmassnahmen schien man im Dorf die Fährte der Männer aufgenommen zu haben. Und so kamen immer mehr Dorfbewohner ins Lager, um das Geschehen zu beobachten. Gegen Mittag trat unerwartet Waldschrat Volker Roth ans Feuer, Betreiber des hiesigen Märchenwaldes und erklärte, daß die Männer jederzeit mit Ihren Fahrzeugen in seinem Wald fahren dürften, und man vielleicht etwas gemeinsam planen könne. Dankend nahmen die Männer an und erklärten Ihre Freundschaft. Am späten Nachmittag, als die wärmende Sonne schwächer wurde, wurden sie Zeugen eines einmaligen Rituals. Einer der Dorfbewohner bot 3 Liter selbst gemachten Äppelwoi gegen eine Mitfahrgelegenheit für seine Kinder! Nachdem der Wein für gut empfunden wurde, fuhr der Treck nochmals durch die Wildnis, um nach einer Stunde völlig erschöpft im Lager anzukommen. Von den drei Litern blieb natürlich nicht viel übrig, so daß die Männer in der zweiten Nacht tief schliefen.

Sonntag: 11 Mai 2003   Ortszeit: 08:00 MEZ

Selbst die Hunde schliefen heute länger. Nachdem die ersten Wanderer das Lager entdeckten, war es natürlich vorbei mit der Nachtruhe. Kaum auf den Beinen, vollzog der nächste Dorfbewohner sein Ritual: 4 Flaschen aus seinem besten Weinkeller, dazu 20 Packungen Ültje-Nüsse, 10 Ü-Eier und etliche Hanutas. Wofür wohl?? Die Hunde wurden gewässert, die Männer mit Kaffee versorgt und schon gings wieder durch die mit Tau bedeckten Wiesen. Nach der Heimkehr wurden die Vorräte überprüft und die letzten Fleischstücke auf den Grill gelegt. Es wurde Zeit, das Lager abzubrechen. Vorher aber erholte man sich in der Mittagssonne bei einem Schläfchen und begann dann, die ersten Ausrüstungegenstände zu verstauen. Nachdem der Lagerplatz gereinigt, die Hunde verstaut und die Fahrzeuge Richtung Strasse gewendet waren , war plötzlich das eigendliche Problem wieder da......

WARUM WAREN WIR HIER, WAS HABEN WIR GETAN, WOHIN FÜHRT UNS DER WEG ?????

 

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