Wie man ein Rennwochenende auf vier Pfoten erlebt!
Die Spannung war groß, als meine Zweibeinigen Rudelgenossen unsere 7 Sachen in den Wohnwagen und in das Auto verstauten. Es stand eine Reise ins Haus. Die Reise brachte uns nach Kirkel, wo uns ein netter Mann einen schönen Rasenplatz zuwies.
Na, Rasen ist zum Graben da, dachte ich mir, worüber sich mein Herrchen scheinbar gar nicht freute, als er in das Loch trat.
Später bekam ich mit, daß mein Bruder mit Gefährtin und Familie ankamen. Auch die die vier Hufenflitzer samt Menschenfamilie hörte ich noch ankommen. Dann wurde es Zeit im Wohnwagen eine Runde zu schlafen.
Morgenstund hat Gold im Mund dachte ich, als ich am Samstag Morgen von den Zweibeinern beim Frühstück einige Leckereien ergaunerte.
Nach dem Frühstück ging dann auch das Renngeschehen los. Nach und nach bekamen alle Hunde ihr Geschirr angezogen und gaben auf dem Trail ihr Bestes.
Nur Stella und ich durften nicht am Rennen teilnehmen, worüber ich mich tierisch ärgerte. Trotzdem drückte ich kräftig die Pfoten für meine Freunde.
Als meine Nichte Lotta mit Anhang und auch noch Marilyne kamen war ich so Aufgeregt, daß ich es mir nicht mehr „verkneifen“ konnte. Doch wohin damit, am Stake Out? Nein nicht auf das schöne Heu. Also machte ich einen Fluchtversuch und wollte zur anderen Seite ins Gebüsch. Aber Frauchen erwischte mich dabei und ab gings ins Auto als Strafe fürs Ausbüchsen. Da sah ich auf einmal die Lösung. Eine Toilette auf vier Rädern. In dieser konnte ich nun meinen Druck freien Lauf lassen. Enorme Raumvergrösserung erlangte ich durch das Entfernen der Türverkleidung.
Wieder am Stake Out spürte ich, daß etwas in der Luft lag:
Alle liefen aufgeregt zwischen Wohnwägen und Zelt mit großen Tellern in den Händen hin und her. Es lag ein köstlicher Duft in der Luft. Ein Tablett wurde sogar fast direkt in meiner Nähe unter dem Wohnwagen abgesetzt. Als alle nicht auf mich achteten, brachte ich meine volle Länge zu Geltung und pirschte mich an meine Beute heran. Bevor ich aber meinen Schmaus genießen konnte und alles verputzen durfte, wurde ich erwischt und aus war es mit der Leckerei
Später bekam ich mit, daß die Leckerei gar nicht für mich war, sondern für ein zweibeiniges Herrchen, daß seinen Geburtstag mit allen in Kirkel feierte. Aber böse war sie trotzdem auf mich nicht. Später bekam ich sogar für das entgangene Mahl sogar noch ein leckeres Schweinsohr von ihr. Im Ganzen gesehen war dies auch kein schlechter Tausch.
Candy (“Siberian Husky der Familie Klein”), Kirkel